INHALT​

1. Was ist das Carbon Disclosure Project?

Hinter dem Carbon Disclosure Project (CDP) verbirgt sich eine non-profit Organisation, die jährlich Daten zu schädlichen Umwelteinwirkungen erhebt und auswertet, um daraus resultierende Einflüsse und Risiken, aber auch Chancen in den verschiedensten umweltbezogenen Prozessen aufzuzeigen. Die Teilnahme am Projekt ist für Unternehmen, Städte und Regierungen gleichermaßen interessant und immer freiwillig. Im Jahr 2019 haben sich weltweit mehr als 8400 Unternehmen und mehr als 920 Städte und Staaten am Carbon Disclosure Projekt beteiligt.

Das Projekt umfasst drei umweltrelevante Themenbereiche …

… zu denen die teilnehmenden Organisationen Angaben machen können. Darunter fallen

  1. der Climate Change Report, der ausgestoßene Treibhausgas-Emissionen abfragt,
  2. der Forest Report, der sich mit der Veränderung der Wälder befasst und
  3. der Water Report, bei dem der Fokus auf der Wasserqualität liegt.

In der Praxis konzentriert sich die Mehrzahl der Teilnehmer auf den Climate Change Report: Von 8446 teilnehmenden Unternehmen haben 8361 ihre ausgestoßenen Emissionen berichtet, 2435 haben die Wasserqualität überwacht und 543 haben die Veränderung der Wälder beobachtet.

2. Was beinhaltet der Climate Change Report?

Der Climate Change Report ist die jährliche Abfrage von Treibhausgas-Emissionen im Rahmen des Carbon Disclosure Project. Die Tiefe der Berichterstattung geht dabei weit über die des europäischen Emissionshandels hinaus.

Im Formular des Climate Change Reports werden nicht nur die direkten Emissionen aus den Geschäftsprozessen (Scope 1-Emissionen), sondern auch die indirekten Emissionen aus dem Bezug von Strom, Wärme und Kälte (Scope 2-Emissionen) und die indirekten Emissionen aus vor- und nachgelagerten Prozessen (Scope 3-Emissionen) abgefragt. Die Teilnehmer des Projektes erheben so jährlich ihren Carbon Footprint auf Unternehmensebene.

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Die Ermittlung, Zusammenstellung und Prüfung der Daten kann nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol (GHG) und dem Standard ISO 14064 erfolgen. Es können aber auch andere international anerkannte Standards verwendet werden.

3. Wie ist der Ablauf? Womit müssen teilnehmende Unternehmen rechnen?

Für die Erfassung der Daten im Rahmen des Projektes wurde durch das CDP ein spezieller Fragebogen entworfen, welcher von den Teilnehmern jährlich auszufüllen und gegebenenfalls von einer unabhängigen und akkreditierten Stelle zu verifizieren ist. Hier helfen wir Ihnen gerne weiter. Sprechen Sie uns an!

Der Fragebogen enthält eine umfassende Abfrage aller Emissionsdaten und erfordert eine Begründung, für den Fall, dass bestimmte Emissionsquellen nicht berücksichtigt werden können (“comply or explain”). Unternehmen müssen Angaben zur Unternehmensstruktur und zum Management, zu Möglichkeiten und Risiken, zu Unternehmensstrategien, zu Zielen und Performance, zu den Emissionen und zur Datenerhebung, zu Energieverbräuchen und gegebenenfalls zum Verifizierungsprozess machen.

Ein Berechnungs-Tool zur Erhebung der Daten wird vom CDP nicht zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer können das Quantifizierungsmodell zur Bestimmung ihrer Treibhausgas-Emissionen eigenständig erarbeiten und auch die emissionsrelevanten Grenzen ihres Unternehmens selbstständig festlegen. Das stellt auf der einen Seite eine Herausforderung für die Betreiber dar, bietet aber andererseits die Möglichkeit, die Treibhausgas-Bilanz an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Durch die Verifizierung der Daten durch unabhängige Dritte wird das Unternehmensranking innerhalb des Projektes ermöglicht und die Glaubhaftigkeit der Angaben gesteigert.

4. Welche Vorteile entstehen aus der Teilnahme?

Das Ziel des Climate Change Reports ist es, die Entstehung von Treibhausgasen und die Zusammenhänge beim Ausstoß derselben besser zu verstehen. Mit diesem Wissen können Unternehmen, Institutionen und Regierungen wirkungsvollere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase in ihre Prozesse integrieren und aktiv die Umwelt schützen. Das CDP verschafft nicht nur den Anwendern einen besseren Einblick, sondern wirkt sich auch positiv auf die öffentliche Wahrnehmung aus und dient Stakeholdern als Entscheidungshilfe.

DIE TEILNAHME AM PROJEKT KANN AUCH FINANZIELLE VORTEILE BIETEN:

Insbesondere im Bereich Energie (aber auch im Hinblick auf andere Ressourcen) hat sich in der Vergangenheit vielfach gezeigt, dass mit der Umsetzung von effektiven Klimaschutzmaßnahmen nicht nur die Verbräuche, sondern auch oft in Verbindung damit Kosten gesenkt werden können. Dadurch können sich Investitionen in eine Teilnahme am Carbon Disclosure Project schon nach kurzer Zeit finanziell rentieren. So gesehen ist das Carbon Disclosure Projekt für Management, Kunden und Investoren gleichermaßen interessant.

5. Was wir für Ihr Unternehmen leisten können

Die Müller-BBM Cert GmbH verifiziert den Climate Change Report für Unternehmen und Organisationen nach den internationalen Verifizierungsstandards für THG-Berichte DIN EN ISO 14064-3 und dem Greenhouse Gas Protocol (GHG). Die Grundsätze Kompetenz, Kundenorientierung, Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit stehen bei uns immer im Mittelpunkt unserer Verifizierungstätigkeit.

Haben Sie Interesse, sich am Carbon Disclosure Projekt zu beteiligen, um die Umwelt aktiv zu schützen und Ihre Geschäftsprozesse zu verbessern?
Oder haben Sie noch Fragen zum Thema Carbon Disclosure Project?

Gerne vereinbaren wir einen Termin zur Erläuterung unseres Angebots und oder Klärung Ihrer Fragen zum Thema.
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Wir bieten Ihnen den vollen Umfang der benötigten Verifizierungsleistung an und bringen dabei die notwendige Erfahrung aus über 10 Jahren europäischem Emissionshandel mit. Mit unserem Wissen betreuen wir Sie im gesamten Prüfvorgang, vom Vor-Ort-Audit, bis zur Verifizierung.

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