INHALT​

Die DIN EN ISO 14001

1. Die ISO 14001 – Umweltschutz, Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit

Ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Schutz der Umwelt sichern unsere Lebensgrundlagen – jetzt und für die kommenden Generationen. Denn mit unserem wirtschaftlichen Handeln üben wir großen Einfluss auf ihren Zustand aus. Das heute vielerorts erfahrbare, gesteigerte Umweltbewusstsein spiegelt den verstärkten gesellschaftlichen Anspruch gegenüber Organisationen wider, sich in ihrem Handeln dem Schutz der Umwelt und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu verpflichten.

DIE HERAUSFORDERUNGEN

Organisationen (Unternehmen, Behörden, etc.) stehen also in einer gesellschaftlichen Verantwortung, aber auch in einer rechtlichen Verpflichtung dafür Sorge zu tragen,

  • ihre Umweltauswirkungen zu minimieren,
  • Umweltschädigungen vorzubeugen,
  • ihre Umweltleistung zu verbessern,
  • ihre rechtlichen Anforderungen zu erfüllen (Compliance) und
  • nachhaltig und ressourceneffizient zu wirtschaften.

Umweltmanagement – Umwelt schützen und nachhaltig wirtschaften: Große Herausforderungen – und doch, es lohnt sich.

UMWELTSCHUTZ UND NACHHALTIGKEIT WERDEN IMMER MEHR ZU WICHTIGEN WETTBEWERBSFAKTOREN.

Durch aktiven Umweltschutz steigt die Mitarbeiteridentifikation und das Markenimage gegenüber Kunden und Partner verbessert sich.

Zudem führen der effiziente Einsatz von Ressourcen und die damit verbundenen Kosteneinsparungen zu einer Stärkung der Marktposition. Mit einem gelebten ökologischen Bewusstsein punkten Unternehmen.

Umweltmanagementsysteme (UMS) unterstützen Organisationen dabei, ihre Prozesse und Verantwortlichkeiten vorausschauend so zu organisieren und systematisieren, dass sie umweltbezogene Anforderungen erfüllen und die damit verbundenen positiven Effekte sichern können.

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2. Die ISO 14001 – Hintergrund

Die DIN EN ISO 14001 bietet Organisationen seit 1996 ein Instrumentarium, das dabei unterstützt, ein effizientes Umweltmanagementsystem aufzubauen. Sie kann für jede Organisation, unabhängig von ihrer Art, ihrer Größe, ihrem geographischen, kulturellen, sozialen oder ökologischen Hintergrund angewendet werden – denn sie alle stehen mit ihrer Umwelt in Wechselwirkung.

Die ISO 14001 wurde 1996 durch die International Organisation for Standardization (ISO) als erste international anerkannte, weltweit anwendbare Norm für die Implementierung eines Umweltmanagementsystems verabschiedet. Der Schwerpunkt der Norminhalte liegt in der effizienten und wirksamen Strukturierung der Planung, Steuerung, Überwachung und Verbesserung aller umweltrelevanten betrieblichen Prozesse.

Die ISO 14001 hat zum Ziel, Organisationen einen Rahmen bereitzustellen, in dem sie die Umwelt zu schützen und auf sich ändernde Umweltzustände im Einklang mit soziökonomischen Erfordernissen reagieren können. Konkreter bedeutet dies, Organisationen dabei zu unterstützen

  • schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren und die Umwelt dauerhaft zu schützen,
  • bindende Verpflichtungen zu erfüllen,
  • die Umweltleistung zu verbessern
  • und das Umweltmanagementsystem zu verbessern.
  • International anerkanntes Umweltmanagementsystem
  • Nachhaltigkeit in der Ressourcennutzung
  • laufende Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes
  • Fehlerquellen und Risiken, die den Umweltschutz gefährden, werden erkannt und beseitigt
  • Fortlaufende Qualifikation der Mitarbeiter und Sensibilisierung im Bereich des Umweltschutzes
  • Reduzierung von Verbrauchs- und Umweltkosten
  • Vermeidung von Organisationsverschulden

3. Wie wird das Umweltmanagementsystem umgesetzt?

Die ISO 14001 bietet Organisationen eine Anleitung für den Aufbau und die Umsetzung eines Umweltmanagementsystems. Dafür müssen Organisationen die folgende Frage beantworten:

„WELCHEN EINFLUSS ÜBT MEIN UNTERNEHMEN DURCH ALLE TÄTIGKEITEN, PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN AUF DIE UMWELT AUS?“

Infolge einer systematischen Analyse der Wechselwirkungen mit der Umwelt (Umweltaspekte) werden die Umweltauswirkungen ermittelt – also inwiefern die Umwelt durch das Wirken der Organisation verändert wird. Beispielsweise werden durch die Verbrennung von Erdgas in einem Schmelzofen klimaschädigende Treibhausgase freigesetzt. Oder der Einsatz von Gefahrstoffen kann im Fall einer Havarie zu Verunreinigungen von Boden und Grundwasser und zur Schädigung von Flora und Fauna führen.

Typische Umweltaspekte sind Emissionen in die Atmosphäre, Ableitungen in Gewässer, Verbrauch von Rohstoffen und anderen natürlichen Ressourcen, Energieverbrauch, Freisetzung von Strahlung, Wärme, Lärm oder Licht, Erzeugung von Abfällen und die Nutzung von Landfläche. Insbesondere wenn, wie in der Norm gefordert, der gesamte Lebensweg eines Produkts oder einer Dienstleistung betrachtet wird, können die Umweltaspekte äußerst umfangreich scheinen. Aber:

Nicht auf jeden möglichen Umweltaspekt hat eine Organisation tatsächlich einen direkten Einfluss. So sind direkte Emissionen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen im unternehmenseigenen Kraftwerk sicher durch das Einsparen von Energie, oder den Ankauf von Ökostrom direkt zu beeinflussen. Dagegen ist der Einfluss einer Großbäckerei auf den Düngemittel- und Pestizideinsatz auf den Getreideanbauflächen höchstwahrscheinlich eher gering.

Dies hat jedoch nur bedingten Einfluss auf die Relevanz einzelner Aspekte für Organisationen, denn auch Umfang und Risikopotenzial von Umwelteinwirkungen spielen eine Rolle.

Aus diesem Grund müssen die Umweltaspekte in einem nächsten Schritt kritisch bewertet werden, ob sie in ihrer Auswirkung als bedeutend oder unbedeutend eingestuft werden können. Hierzu gilt es Kriterien festzulegen, die sich etwa am Schadenspotential, der Häufigkeit und des möglichen Ausmaßes, aber auch an den Interessen der Stake- und Shareholder und insbesondere den Anforderungen der Umweltgesetzgebung orientieren.

Als Resultat der systematischen Analyse liegt eine Auflistung aller bedeutenden Umweltaspekte vor. Genau diese bedeutenden Umweltaspekte stehen fortan im Fokus des Umweltmanagementsystems. Sie bilden die Grundlage für die Umweltpolitik; eine individuelle und spezifische Willens- und Verpflichtungserklärung der Organisation zum Schutz der Umwelt und zur Verhinderung von Umweltbelastungen. Die Umweltpolitik muss in die Unternehmenspolitik als integraler Bestandteil implementiert werden. Sie bildet den Rahmen für die Festsetzung von strategischen, operativen und betrieblichen Umweltzielen, die eine Organisation mit ihrem Umweltmanagementsystem realisieren möchte.

Der Weg zum Erfolg führt über eine effiziente Planung, Steuerung und ein effizientes Monitoring der bedeutenden Umweltaspekte. Maßnahmenpläne werden erstellt, mit deren Hilfe die Umweltziele erreicht werden sollen. In Folge der systematischen Analyse von Chancen und Risiken für die Umwelt, die sich durch die Umweltaspekte ergeben, werden Pläne für eine effektive Vorsorge und Gefahrenabwehr entwickelt.

Ein zentrales Element eines Umweltmanagementsystems ist die regelmäßige Wirksamkeitsprüfung. Mit Hilfe von internen Audits und des Managementreviews der obersten Leitung wird die Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems jährlich überprüft. Eine externe Auditierung bringt zudem eine unabhängige und objektive Bewertung, die unabdingbar für die Ausstellung eines Zertifikates ist.

4. Zertifizierung der ISO 14001

Die Umsetzung der ISO 14001 bedarf nicht unbedingt einer externen Begutachtung. Gleichwohl erhöhen Unternehmen ihre Glaubwürdigkeit gegenüber ihrer Stakeholder, wenn sie die Wirksamkeit ihres Umweltmanagementsystems von unabhängigen und objektiven, externen Prüfern (Auditoren) in Form eines Zertifikats bestätigen lassen.

Externe Prüfer müssen über eine entsprechende, branchenspezifische Qualifikation verfügen und von einer Akkreditierungsstelle zugelassen bzw. berufen werden. In Deutschland existieren zwei Akkreditierungssysteme für die Zertifizierung von Managementsystemen nach der ISO 14001. Sie beziehen sich entweder auf Konformitätsbewertungsstellen oder zugelassene natürliche oder juristische Personen. Konkret handelt es sich um:

  1. Die Berufung als Auditor bei einer durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) zugelassenen Zertifizierungsstelle bzw. Konformitätsbewertungsstelle (Akkreditierungsurkunde der Müller-BBM Cert GmbH).
  2. Die Zulassung als Umweltgutachter bzw. Umweltgutachterorganisation durch die Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH (DAU) (Umweltgutachter der Müller-BBM Cert GmbH).

Auch wenn die Anforderungen identisch sind und das Zertifikat gleichwertig ist, gibt es Unterschiede zwischen beiden Systemen. Wir beraten Sie gerne, welches System für Ihre Bedürfnisse geeignet ist.

Der Auditzyklus und die Gültigkeit des Zertifikats für die ISO 14001 erstrecken sich, ebenso wie für die übrigen Managementnormen, über drei Jahre. Für jedes Jahr des Zyklus wird ein Audit an den relevanten Standorten
des Unternehmens anhand eines festgelegten Auditprogramms durchgeführt. Das Auditprogramm bestimmt den Umfang des Audits hinsichtlich der zu auditierenden Norminhalte, Unternehmensbereiche und Standorte.

Der Auditzyklus beginnt mit einem Erst- oder Rezertifizierungsaudit – letzteres, sofern bereits ein Zertifikat vorhanden war. Ziel ist es zu prüfen, ob die zu zertifizierende Organisation alle Normanforderungen erfolgreich implementiert und umgesetzt hat. Im Falle einer Erstzertifizierung werden zwei separate Audits durchgeführt. Im Audit der Stufe 1 wird der Stand der Dokumentation und die Standortbedingungen geprüft. Im Ergebnis soll festgestellt werden, ob die Organisation auf dem richtigen Weg ist, um das Audit der Stufe 2 erfolgreich mit einem Zertifikat abzuschließen. Das Zertifikat ist für drei Jahre gültig.

In den darauffolgenden zwei Jahren wird durch sogenannte Überwachungsaudits geprüft, ob das Managementsystem wirksam ist und aufrechterhalten wird. Der Auditumfang ist geringer als bei einem Zertifizierungsaudit. Neben einigen Kernelementen, wie beispielsweise der Prüfung der fortlaufenden Verbesserung, der internen Audits und des Managementreviews, werden weitere Normanforderungen und ggf. Standorte stichprobenartig auditiert.

Nach dem zweiten Überwachungsaudit erfolgt im darauffolgenden Jahr das (Re-)Zertifizierungsaudit zur Aufrechterhaltung des Zertifikats.

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Neben der ISO 14001 besteht die Möglichkeit Ihr Unternehmen nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) zertifizieren zu lassen. EMAS ist ein freiwilliges europäisches Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung von Unternehmen und sonstigen Organisationen. Es enthält alle Anforderungen der ISO 14001 und geht darüber hinaus. Die wesentlichen Unterschiede sind:

  • EMAS ist leistungsorientiert. Anstatt der Verbesserung des Umweltmanagementsystems wird die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung gefordert.
  • Die Kommunikation der Umweltleistung nach außen wird mit EMAS durch eine validierte Umwelterklärung gefordert. Organisationen müssen also offen und transparent mit ihren Stakeholdern und der Öffentlichkeit kommunizieren.
  • EMAS fordert einen Nachweis der Einhaltung alle relevanter Umweltrechtsvorschriften. Die Rechtskonformität wird im Rahmen der Validierung durch einen Umweltgutachter geprüft und bestätigt. Organisationen erhöhen somit ihre Rechtssicherheit.
  • EMAS fordert eine aktive Beteiligung der Mitarbeiter, insbesondere hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Nur so können Potenziale für Identifikation und Innovation genutzt werden.
  • EMAS-Unternehmen werden in einem Register geführt.

5. Unsere Leistung

Die Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems kann entweder eine nach DIN EN ISO/IEC 17021-1:2015 akkreditierte Prüfstelle oder ein zugelassener Umweltgutachter, bzw. eine zugelassene Umweltgutachterin vornehmen.

Entsprechend des Drei-Jahres-Zyklus‘, der allen Managementsystem-Zertifizierungen zugrunde liegt, bieten wir Ihnen verschiedene Prüfhandlungen an:

  • Die (Erst-)Zertifizierung ist eine umfangreiche, zweistufige Prüfung des gesamten Managementsystems, die Anwendung findet, wenn Sie zum ersten Mal ein Managementsystem implementieren möchten. Im Audit der Stufe 1 werden die Dokumentation und die allgemeinen Standortbedingungen auditiert, um die Zertifizierungsfähigkeit festzustellen. Im Anschluss kann das Audit der Stufe 2 erfolgen, in dem die Umsetzung und Wirksamkeit geprüft wird. Bei einer erfolgreichen Erstzertifizierung erhalten Sie ein drei Jahre lang gültiges Zertifikat.
  • In den darauffolgenden zwei Jahren müssen das 1. und 2. Überwachsaudit durchgeführt werden. Diese dienen der Prüfung der Aufrechterhaltung und Wirksamkeit des Managementsystems und haben einen reduzierten Umfang.
  • Am Ende des dreijährigen Zyklus folgt das (Re-)Zertifizierungsaudit. Dabei handelt es sich um eine Systemprüfung, d. h. das gesamte Managementsystem wird erneut geprüft und sowohl Wirksamkeit als auch Aufrechterhaltung werden bestätigt.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen Compliance-Audits und Voraudits an, durch die Sie feststellen können, ob und welche Änderungen noch notwendig sind, um Ihr Managementsystem zertifizieren zu lassen.

INTEGRIERTES MANAGEMENTSYSTEM GEFÄLLIG?

Falls Sie mehrere Managementsysteme parallel implementieren, können wir auch diese für Sie zertifizieren.

Sind Sie auf der Suche nach der richtigen Prüfstelle? Wenden Sie sich an uns: 

Gerne vereinbaren wir einen Termin zur Erläuterung unseres Angebots und oder Klärung Ihrer Fragen zum Thema Umweltmanagement.
Sie können uns auch direkt anrufen unter:

Wir bieten Ihnen den vollen Umfang der benötigten Zertifizierungsleistung an und können dabei auf mehr als 10 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Mit unserem Wissen betreuen wir Sie im gesamten Prüfvorgang, vom Vor-Ort-Audit bis zur Zertifizierung.

Wenn Sie mehr über unser Unternehmen und unsere Referenzen erfahren möchten, sehen Sie sich doch hier um:
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